Utopisches Denken (Politik verstehen 2) (Seminar)

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
  • Ulrich Weiß
  • Franziska Recknagel
Umfang1.5 SWS
SemesterWintersemester 2022/23
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline

Teilnahmekriterien

Lernziele

Die Studenten sollen einen geübten Blick und entsprechende Analysestrategien entwickeln (a) speziell für utopische Texte: deren Struktur und Eigenart (Kombination unterschiedlicher Diskurse, Schreibweisen, Erkenntnisinteressen und Perspektiven), deren Produktionsbedingungen, Intentionen bzw. Funktionen sowie ihre praktisch-politischen Folgen; (b) generell für die Vielfalt der politischen Ideengeschichte.

Beschreibung

In einer Mischung von Phantasie und Wunschwelt mit rationalem und sogar theoretischem Denken erzählen utopische Texte von nichtexistenten, real unmöglichen Gesellschaften, Lebensweisen und Dingen. "Gute" Utopien (Eutopien) fingieren Idealbedingungen von Sozialität und auch wissenschaftlich-technischem Fortschritt. "Schwarze" Utopien (Dystopien) warnen vor katastrophalen Fehlentwicklungen. An exemplarischen Beispielen von der Antike bis zur Gegenwart wird untersucht, welche Konstruktionsprinzipien und Motive für Utopien typisch sind, wie das narrative und das theoretische Moment zusammenspielen, welche funktionalen Leistungen sie erbringen, wie sie mit realen Bedingungen zusammenhängen und inwieweit sie sogar zur realen Gefahr werden, wenn sie ideologisch vereinnahmt und als politische Zielprojektionen absolut gesetzt werden.

Lehr- und Lernmethoden

Einführung des Dozenten in das Gesamtgebiet bei der Vorbesprechung. Vortrag und Kurzpräsentation des jeweiligen Sitzungsthemas durch studentische Teilnehmer. Der Großteil der Sitzung sollte dann der gemeinsamen Diskussion dienen.

Studien-, Prüfungsleistung

Aktive Teilnahme und Präsentation (ECTS: 2) Diese Lehrveranstaltung ist folgenden Modulen zugeordnet: CLA20811 Politik verstehen 2: Perspektiven politischen Denkens (2 Credits) Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Modul nur einmal in Ihrem Studium einbringen können.

Empfohlene Literatur

Schölderle, Thomas (2012): Geschichte der Utopie: Eine Einführung, Köln / Weimar / Wien (= UTB 3625).

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