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KI CP@TUM: TUM KI Competence Program – Professionelle Lerngemeinschaften zur Systematisierung KI-spezifischer Studienangebote an der TUM

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Zur Gestaltung einer wünschenswerten Zukunft sollte die Breite der Gesellschaft an der Weiterentwicklung von KI-Systemen beteiligt werden. Damit dies gelingen kann, benötigen wir ganz besonders im werteorientierten Europa KI-Kompetenz in Berufsfeldern und Nutzergruppen, die bisher von der technischen Entwicklung ausgeschlossen waren oder nur indirekt involviert waren. KI-CP@TUM setzt inspiriert von pandemiebedingten Lehr-/ Lernsituationen mit ihren digitalen Lerninhalten als hochgradig skalierbares Szenario an und hat zum Ziel, KI-bezogene Studienangebote auch für primär nicht-technische Studiengängewo nötig neu zu schaffen, zu systematisieren, aufeinander abzustimmen und diese zu einem Zertifikat für interdisziplinäre Gruppen von Studierenden weiterzuentwickeln.

Das Vorhaben baut auf die vorhandene Expertise im KI Bereich an der TUM auf, indem sich zur Entwicklung neuer Module KI-Expertinnen und -Experten sowie Forschende in den Bildungswissenschaften zusammenschließen. Darüber hinaus knüpft es an die Plug-In-Initiative der TUM und in diesem Bereich bestehende Erfahrungen der am KI-Zertifikat beteiligten Lehrenden an. Die im Rahmen des hier beschriebenen Projekts entstehenden neuen Module sollen TUM-weit in Form eines KI-Zertifikats verstetigt werden, aufbauend auf den Erfahrungen mit dem TUM Skills Excellence Program.

Das Programm wird im Rahmen der „Bund-Länder-Initiative zur Förderung der Künstlichen Intelligenz in der Hochschulbildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
 

Projektlaufzeit

01.12.2021 bis 30.11.2025.

 

Vorläufiges Curriculum

Aktuell ist vorgesehen, dass das KI Competence Program drei Module umfassen soll:

·      Informatische Grundlagen, Grundlagen der KI

·      Ethische, soziale, rechtliche, kulturelle, gesellschaftliche Aspekte der KI

·      Anwendungsbereiche der KI (z.B. KI im Bildungskontext, KI im Bau)

Die konkrete Ausgestaltung erfolgt im Rahmen einer Zertifikatsordnung in Anlehnung an das TUM Skills Excellence Program. Die erforderlichen Credits können also sowohl extracurricular als auch innerhalb des Curriculums erbracht werden, wobei sich innerhalb des Curriculums absolvierte Module auf das Zertifikat anrechnen lassen. Studierenden primär nicht-technischer Fächer wird der Zugang zu den informatischen Grundlagenmodulen über die Konfektionierung hinsichtlich des Vorwissens der Studierenden und der Anwendungsbeispiele fachlich passender Spin-offs bestehender Module ermöglicht.

 

Interdisziplinarität als Kern des Projekts

Zentrales Anliegen des Projekts ist die Förderung der multi- und interdisziplinären Zusammenarbeit, sowohl auf der Ebene der Studierenden des geplanten Programms als auch auf Ebene der an der Entwicklung beteiligten Schools und Institute der TUM. So sind an der Entwicklung des Programms die folgenden Professuren und Lehrstühle beteiligt: 

Prof. Dr. Claudia Nerdel, School of Social Sciences and Technology, Professur für Fachdidaktik Life Sciences

Prof. Dr. Dirk Heckmann, School of Social Sciences and Technology, Lehrstuhl für Recht und Sicherheit der Digitalisierung

Prof. Dr. Klaus Diepold, TUM School of Computation, Information and Technology, Lehrstuhl für Datenverarbeitung

Prof. Dr.-Ing. Matthias Althoff, TUM School of Computation, Information and Technology, Künstliche Intelligenz und Echtzeitsysteme 

Prof. Dr. Stephan Günnemann, Munich Data Science Institute (MDSI), Data Analytics and Machine Learning Group

Prof. Dr. Sami Haddadin, Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI), Professur für Robotik und Systemintelligenz

 

Rolle der School of Social Sciences and Technology

Zum einen bringt die School of Social Sciences and Technology (SOT) in dem Projekt die sozial- und bildungswissenschaftliche Perspektive auf KI ein, die bislang in der Hochschullehre eine eher untergeordnete Rolle spielt. Dabei wird auch auf die bereits an der SOT bestehende Infrastruktur zur Förderung digitaler Kompetenzen zurückgegriffen (z. B. DigiLLab). 

Zum anderen wird an der SOT das Modul der ethischen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Aspekte von KI entwickelt. Die Konzeption des Moduls umfasst eine Bestandsaufnahme der bestehenden Lehr- und Lernangeboten zu diesen Aspekten Künstlicher Intelligenz. Die bestehende Infrastruktur soll systematisiert, aufeinander abgestimmt und wo nötig erweitert werden um die Studierenden fachspezifisch zu befähigen, den gesellschaftlichen Wandel durch rasante technologische Entwicklung zu verstehen und verantwortungsbewusst zu gestalten. 

Der SOT obliegt in diesem kollaborativen Programm zudem die Rolle der Projektkoordination und -leitung. Darüber hinaus ist sie federführend bei der wissenschaftlichen Begleitung und der Dokumentation des Projekts.