Über Empathie. Eine philosophisch-literarische Denk- und Schreibwerkstatt (Seminar)

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
  • Katrin Lange
Umfang1.5 SWS
SemesterWintersemester 2022/23
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline

Teilnahmekriterien

Siehe TUMonline
Anmerkung: Zuallererst: Mitdenken. Lektüre ausgewählter Texte. Entwicklung einer eigenen Fragestellung, die entweder in einem kurzen essayistischen oder literarischen Text zu bearbeiten sind. Präsentation, Lektüre und Textkritik sämtlicher Texte von allen, die im Seminar entstehen.

Lernziele

Das Phänomen der Empathie ist gegenwärtig ein vieldiskutierter Gegenstand in der Philosophie und den Literaturwissenschaften, aber auch in der Psychologie, den Neurowissenschaften, der KI und in der Pädagogik. Das Seminar will anhand ausgewählter Texte einen Einblick in diese Diskussion geben und vermitteln, warum es lohnt, sich damit interdisziplinär zu beschäftigen. Begriffliche Differenzierung, die Diskussion gesellschaftlicher und politischer Implikationen und eine eigenständige Position in einer freien schriftlichen Ausdrucksform, die wir gemeinsam diskutieren, sind erforderlich.

Beschreibung

Sich berühren lassen vom Leid anderer Menschen. Begreifen, was einen nahen Menschen bewegt. Die eigene Perspektive wechseln. Diese Fähigkeit zur Empathie ist ein wesentlicher Bestandteil der geistig-moralischen Entwicklung des Menschen darin sind sich Wissenschaft und Philosophie einig Sie muss ausgebildet werden, sie ist uns nicht gegeben wie andere Vermögen. Fähigkeiten zur Einfühlung und zum Mitfühlen sind unverzichtbar, um das Denken und Empfinden anderer Menschen zu verstehen und eine Voraussetzung für Hilfsbereitschaft und solidarisches Handeln. Darin zeigt sich ihre soziale oder auch politische Relevanz. Wie kann man sich ihre Entwicklung erklären, welche Rolle spielen kulturelle Prägungen, welche Rolle Literatur und Filme? Um unsere Intuitionen zu prüfen, um begriffliche Unterscheidungen vorzunehmen wollen wir zunächst einige wichtige philosophische und psychologische Erklärungsansätze betrachten. Wir befragen einen Psychotherapeuten und untersuchen die Emotionalität literarischer Texte. Jede*r hat die Möglichkeit, eine eigene Fragestellung entweder philosophisch oder literarisch zu behandeln. Diese Texte selbst werden Gegenstand des Seminargesprächs.

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